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Shakespeare at home

Webcamolog #1:Viel Lärm um nichts” (Shakespeare), II. Aufzug, 3. Szene; Benedikt

Eigentlich wollte ich mit meinem Monologe-Projekt erst starten, wenn meine Kamera wieder da ist. Aber jetzt hat es mich doch gereizt, herauszufinden, wie weit man mit einem Macbook als Kamera so kommt. Das Ergebnis: Webcam-Optik ist für alles andere als Nahaufnahmen – oh wunder! – nicht allzu gut geeignet scheiße.

Worum geht es hier? Vor einigen Wochen ging mir auf, dass es vielleicht ganz gut wäre, ein bisschen Filmschauspiel zu üben. Kann für Filmregie wohl nicht schaden. Also schnappe ich mir jetzt in unregelmäßigen Abständen einen Monolog aus irgendeinem klassischen Theaterstück, bereite den in wertvoller Vorlesungszeit auf und mach daraus ein kurzes Filmchen. Dabei kann ich außerdem ein bisschen mit Premiere rumspielen, ein Gefühl für Kamera entwickeln und so weiter. Die Hoffnung ist, mit der Zeit besser zu werden. Fingers crossed.

P.S.: Ja, der Ton ist scheiße. Noch bin ich auf dem “ich benutze auch den Ton vom internen Mikro”-Trip. Weiß nicht, ob ich das durchziehe.

P.P.S.: Es gibt übrigens von Kenneth Branagh (von wem sonst) eine verdammt gute Verfilmung von dem Stück. Wer die noch nicht gesehen hat, nachholen!

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Bookshelf Porn

Eines meiner absoluten Babies: “Shakespeare in Deutscher Sprache” (Berlin, 1921)

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Sag’s mit einem Lied

Ein paar Leute (ungefähr doppelt so viele, wie bis vorgestern überhaupt je meinen Blog besucht haben) haben es schon gesehen: Ich hab diesem Blog mal wieder ein neues Design spendiert. Und diesmal bin ich sogar recht zufrieden. Der zündende Impuls war ein Beitrag von Marcel, in dem recht ausführlich erklärt, was so toll an seinem neuen Theme ist. Später hat er dann noch ein bisschen erklärt, wie das Ganze technisch funktioniert. Ich also Photoshop angeschmissen und fröhlich drauf los designed. Alles in ein WordPress-Theme gehauen, ne Nacht drüber geschlafen, scheiße gefunden und hier ne Linie entfernt, da ne Farbe geändert… Am Ende war’s dann näher an uarrr.org als ich es geplant hatte. Was ein Freund dann auch per Twitter bemerkte.
Marcel ist nun aber anscheinend jemand, der alle 5 Minuten Twitter nach “uarrr” durchsucht – und deshalb tauchte mein Blog kurze Zeit später in seiner Timeline auf. Wenige Stunden danach hatte sich die Gesamtbesucheranzahl auf meinem Blog mehr als verdreifacht. Was ich damit sagen wollte: Danke, Marcel! Und ich hoffe, du nimmst das neue Design als Kompliment. ;)

Update: Und jetzt bilden wir mal den Bloglink-Zirkel-des-Todes: Marcel’s Reaktion auf diesen Post.

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Der Klassenfeind is coming

Heute gibt’s ja fast gar nichts mehr ohne ‘nen fetten Trailer. Also, bitte: Im Sommer spiele ich im Klassenfeind mit und dazu gibt’s auch einen.

Mehr Infos zum Stueck gibt’s auf der offiziellen Homepage.

 

 

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Würd ich gern mal spielen, Teil 1: Der Zauberer in Wicked

Zugegeben, ich hab das Stück bisher noch nie gesehen. Aber das, was ich vom Zauberer so mitbekommen habe, gefällt mir. Einerseits kindlich-naiv, auf der anderen Seite auch ein herrlicher selbstsüchtiger Bösewicht. Doch, find ich gut. Okay, und ich mag seine Gesangsparts. Finde, es passt stimmlich ganz gut:

Wonderful*

* kurz warten, dann kommt nen Play-Button.

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Relaunch mit Stein

Da ich selbst irgendwie kaum dazu gekommen bin, den alten Blog zu befüllen, hatte ich mich schon vor ein paar Monaten an Gerold gewandt und ihn gefragt, ob er nicht Lust hätte, Posts beizusteuern. Nach Experimenten mit dem alten Blog, haben wir uns nun entschlossen, uns die 2,50 € pro Person und Monat zu gönnen, uns eine richtige Domain mit richtigem Webspace usw. zu holen und den Blog “so richtig” zu starten, ohne Kompromisse. Wenn jetzt also alles so läuft, wie wir uns das vorstellen, sollte dieser Blog jetzt etwas regelmäßiger befüllt werden. Fingers crossed.

P.S.: Die About-Seiten sind noch etwas leer, aber das werden wir im Laufe der kommende Woche nachholen. Für die Leute, die nur einen von uns kennen und sich wundern, wer dieser “Lino” oder dieser “Gerold” ist.

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“Ja, wir sind alle Individuen!”

Wer das Leben des Brian kennt, wird sich wahrscheinlich an folgende Szene erinnern:

Yes! We're all individuals!

Yes! We're all individuals!

(Die Idee kam mir, als Gerold von einem Text erzählte, den er gerade schreibt.)

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Wer hat mit diesem Zensur-Blödsinn angefangen?

Where is the wisdom we have lost in knowledge?
Where is the knowledge we have lost in information?

(“The Rock” by T. S. Eliot)

Manchmal, wenn ich im Internet unterwegs bin, frage ich mich, ob die Sache mit der “Demokratisierung des Webs” nicht doch überbewertet wird. Momentanes Highlight: All die selbsternannten Sprecher der “digital natives” und ihr Zensursula-Geschrei. Ein schönes Wortspiel, zugegeben. Blöderweise ist es nicht mehr als der unrühmliche Beweis für die Heterogenität der Protestler. Denn gerade die Schlagworte, mit denen sie zu punkten versuchen, widersprechen ihren eigenen zentralen Forderungen. Was hilft ein “Keine Zensur!”-Schrei, wenn man gleichzeitig “Löschen statt sperren!” fordert? Es gäbe so herrlich überzeugende Argumente gegen das Zugangserschwerungsgesetz! Ganz unmittelbare und einleuchtende! Aber nein – jede Diskussion, jede Argumentation muss schließen mit: “Das Wichtigste ist aber, dass hier eine Zensurinfrastruktur aufgebaut wird, ohne richterliche Kontrolle. Klein-China kommt zu uns!” Dass zu Klein-China auch ein repressives Regime gehört, das wir – soweit ich weiß – noch nicht haben, dass es eine relativ freie Presse gibt in Deutschland und dass zumindest ein unabhängiges Kontrollgremium geplant ist, das jederzeit die Liste gesperrter Seiten überprüfen kann – das alles wird unterschlagen, aus Angst, es könnte die eigenen Argumente schwächen.

Dies tut es aber nicht! Das Problem ist nicht die Zensurinfrastruktur. Dies ist der Fehler, den alle Netzenthusiasten begehen. Der Aufhänger ist nach wie vor “Das ist Zensur!” – was am Problem und an den Standpunkten vollkommen vorbeigeht. Betrachten wir die Positionen: Wenn in kurzer Zeit möglich, sollen die Server mit kinderpornografischen Materialien vom Netz genommen werden. Hier sind sich beide Parteien einig. Im zweiten Schritt fangen die Unterschiede an. Die Bundesregierung setzt auf langfristige Verhandlungen mit anderen Ländern, internationale Abmachungen und Interpol. D.h.: Sie lassen die Inhalte vorerst im Netz. In der Zwischenzeit pappen sie den Websites einen Warnhinweis – ähnlich wie bei Zigarettenschachteln – auf. Die “Zensurgegner” pochen darauf, dass es bei Phishing-Seiten u.ä. innerhalb kürzester Zeit möglich ist, jeden Server vom Netz zu bekommen – und dass dies bei Kinderpornos auch möglich sein muss. Was sie fordern ist also im Grunde mehr Zensur (wenn man beim Zensur-Begriff bleiben möchte). Der Schrei müsste also nicht “Keine Zensur!” sondern “Effektive Zensur!” sein – aber das klingt als Schlachtruf nicht wirklich gut.
Und es geht noch weiter…